News > Homeschooling – wie die Herausforderung gelingen kann

am 17.11.2020
Mit einem kurzen, übersichtlichen Leitfaden möchte der ÖBVP Eltern und Kindern helfen, die neuerlichen Aufgaben rund um den Heimunterricht zu meistern

Wien (OTS) - Ruhe zu bewahren, in Zeiten wie diesen, ist mittlerweile selbst zu einer Herausforderung geworden. Und dennoch: „Sich selbst beruhigen, sortieren und dann gemeinsam einen Plan erstellen“, rät Barbara Haid, Psychotherapeutin mit Weiterbildung in der Säuglings-, Kinder-, und Jugendlichenpsychotherapie und Mitglied im Präsidium des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP), den Eltern anlässlich der bevorstehenden Schulschließungen.

Einige Tipps, wie das gelingen kann, fasst die Expertin wie folgt zusammen:

Erstellen Sie mit Ihren Kindern einen Plan für die Lernprozesse. Zur Förderung der Selbstorganisation können eine Pinwand oder ein großer Bogen Papier helfen. Dort werden die täglichen und wöchentlichen Schul- und Lernaufgaben strukturiert. Die Einteilung kann in drei Spalten erfolgen - „Aufgaben offen“, „In Arbeit“ und „Erledigt“. Das schafft Überblick.

Schaffen Sie räumliche Bedingungen, in denen gut gearbeitet werden kann. Oft ist es nicht möglich, dass jede/r einen eigenen Arbeitsraum hat. Wichtig ist, dass die Lernumgebung aufgeräumt ist, Spielzeug lenkt ab. Auch ältere Kinder sollten am Schreibtisch arbeiten, im Bett ist die Konzentrationsfähigkeit weniger gegeben. Das schafft Struktur.

Planen Sie Pausen ein und überfordern Sie sich und Ihre Kinder nicht. Bei kleinen Kindern lässt die Konzentration oft schon nach einer halben Stunde nach. Die Pausen sollten wenn möglich kreativ genützt werden. Kurze Bewegungseinheiten wie Hampelmänner machen oder Bewegung an der frischen Luft fördern die Durchblutung des Gehirns und damit auch die Lern- und Merkfähigkeit. Das schafft Entspannung.

Achten Sie auf die emotionale Belastung Ihrer Kinder. Reden Sie mit ihnen über die Probleme, wenn diese sie am Lernen hindern. Eine gute Grundstruktur und die Beibehaltung von täglichen Routinen ist hilfreich. So sollten Kinder nicht im Pyjama beim Distance Learning sitzen, sondern so, als ob sie in der Schule wären. Das schafft Normalität.

Kinder brauchen Kinder. Nutzen Sie jede Möglichkeit, die sich bietet, damit ihre Kinder mit KlassenkameradInnen und anderen FreundInnen in Kontakt sein können. Erlauben Sie auch bei den Kleinen Treffen im virtuellen Raum und über soziale Medien, natürlich mit Ihrer Begleitung. Das schafft Verbindung.

Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen: Wenn die Bewältigung der von der Schule gestellten Aufgaben Probleme verursacht, scheuen Sie sich nicht, Kontakt zu BeratungslehrerInnen oder SchulpsychotherapeutInnen aufzunehmen. Sei es für Ihr Kind oder auch für Sie selbst. Das schafft Sicherheit.

Der ÖBVP steht allen Familien mit seiner „Kinder-Schüler-Eltern Beratungshotline“ zur Verfügung: Montag – Freitag von 14 – 16 Uhr unter der Telefonnummer: 0512/561734

Weiters gibt es unter www.psychotherapie.at laufend neue Informationen.
Rückfragen & Kontakt:

Mag.ª Evelyn Holley-Spieß
Pressesprecherin / Externe Kommunikation

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Löwengasse 3/3/4 :: A-1030 Wien
T +43.1.512 70 90.25 :: M +43.676.369 46 85
F +43.1.512 70 90.44
E oebvp.holley-spiess@psychotherapie.at :: www.psychotherapie.at

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Quelle: OTS0107, 16. Nov. 2020, 12:17


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