News > Weltgesundheitstag: Flächendeckende Gesundheitsversorgung ist für psychische Erkrankungen (noch) nicht gegeben

am 8.4.2019
Wien (OTS) - Die WHO will zum diesjährigen Weltgesundheitstag am 7. April auf die Bedeutung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung aufmerksam machen. Laut Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, muss eine flächendeckende Gesundheitsversorgung dafür sorgen, dass jeder Mensch medizinische Versorgung in Anspruch nehmen kann, ohne dabei in eine finanzielle Notlage zu geraten. Es soll sichergestellt werden, dass jeder die medizinische Versorgung bekommt, die er braucht, wann immer er sie braucht.

Genau dieser Grundsatz ist in Österreich bei der Versorgung psychisch Erkrankter noch nicht voll erfüllt. Zum einen sind die Zuschüsse für Psychotherapie unterschiedlich, oftmals ist Psychotherapie mit Zuschuss für PatientInnen nicht leistbar – ohne dabei in eine finanzielle Notlage zu geraten. Zum anderen ist die Versorgung mit Sachleistung ("Psychotherapie auf Krankenschein") nicht überall verfügbar. So wartet man z.B. auf einen kassenfinanzierten Psychotherapieplatz in manchen Regionen bis zu acht Monate.
Hier liegt also ein „Mehrfach-Mangel“ vor: Die Kosten werden nur teilweise von der Krankenkasse übernommen und wenn doch, sind die Wartezeiten viel zu lange.

Derzeit ist es für PatientInnen noch sehr unterschiedlich, ob sie kassenfinanzierte Psychotherapie oder nur einen geringen Kostenzuschuss erhalten - je nach dem aus welchem Bundesland sie kommen bzw. bei welcher Krankenversicherung sie versichert sind. „Diesen Mangel gilt es aufzuheben und die Psychotherapie-Hilfe auf einen einheitlichen, gesicherten Standard zu bringen. Jeder psychisch Leidende soll leistbare psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen können“, sagt Dr. Peter Stippl, Präsident des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP). Der ÖBVP fordert daher „einen vereinfachten, unkomplizierten Zugang zur psychotherapeutischen Behandlung, am besten mittels E-Card, wie bei allen anderen Erkrankungen auch.“

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Mag. Barbara Zsivkovits
Öffentlichkeitsarbeit
01/512 70 90-23
oebvp.zsivkovits@psychotherapie.at
www.psychotherapie.at

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Quelle: OTS0004, 5. April 2019, 08:00



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