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Veranstaltung:

Therapeut-Klient-Beziehung


24. wissenschaftliche Tagung der AVM

Die Vorträge der 24. wissenschaftlichen Tagung der AVM geben einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur therapeutischen Beziehung.
Art:
Tagung
Freie Plätze:
Freie Plätze
Datum:
13.10.2022 Donnerstag
bis
16.10.2022 Sonntag
Ort:
Gasthof Hotel Stockinger
Ritzlhofstraße 63–65
4052 - Ansfelden
Oberösterreich
Österreich
Inhalt:
Den Eröffnungsvortrag Gestaltung der Therapeut-Patient-Beziehung in der Verhaltenstherapie hält Dirk Zimmer, der versucht, theoretische und praktische Ansätze zu beschreiben, die den Therapeuten helfen, auf Patienten, ihre interaktionellen Muster und ihre oft ambivalente Motivation einzugehen und eine Arbeitsbeziehung aufzubauen und diese ebenso konstruktiv wieder beenden zu können. Eine Orientierungshilfe zur Reflexion von schwierigen Therapieverläufen soll gegeben werden.
Ulrike Willutzki setzt sich mit Therapiemotivation und Beziehungsgestaltung auseinander. Beziehung und Motivation sind eng miteinander verknüpft und stellen einerseits die Basis für die Arbeit an den Problemen der Patienten dar und sind andererseits die besten Prädiktoren für Therapieerfolg. Vertrauen und Wärme sowie Einigkeit über die Therapieziele spielen eine wichtige Rolle. Forschungsergebnisse zu den wichtigen Prozessfaktoren werden diskutiert.
Eckhard Roediger wird in seinem Vortrag Die Dekonstruktion der „begrenzten Nachbeelterung“: Auf welchen Prozessen basiert die schematherapeutische Beziehungsgestaltung? über die Prozesse der schematherapeutischen Beziehungsgestaltung sprechen. Schematherapierende verstehen sich als Experten der Beziehungsgestaltung und versuchen mit erlebnisaktivierenden Techniken die Patienten in Kontakt mit der in ihnen weiterwirkenden Vergangenheit zu bringen. Es werden im Vortrag die Prozesse, mit denen in der Schematherapie die Beziehung reguliert wird, erörtert.
Burkhard Dafert beschäftigt sich mit der Beziehungsgestaltung bei Persönlichkeitsentwicklungsstörungen. Bei Persönlichkeitsentwicklungsstörungen liegt nahezu immer eine Bindungsstörung vor. Die therapeutische Beziehung muss daher als Übungsfeld für die Arbeit an impliziten Motiven, interaktionellen Bedürfnissen und dysfunktionalen Interaktionsstilen genutzt werden. Im Vortag werden unterschiedliche Ansätze der Beziehungsgestaltung beschrieben und Strategien erläutert, wie eine tragfähige Beziehung aufgebaut und aufrechterhalten werden kann.
Michael Bach spricht über Therapeutischen Beziehungsgestaltung bei Somatoformen Störungen. Dies Patientengruppe hat oft lange „Patientenkarrieren“ hinter sich und weist häufig ein einseitiges somatisches Krankheitsverständnis, externalisierende Kausal- und Kontrollattributionen, Bindungsunsicherheit und Probleme bei der Emotionsregulation auf. Als hilfreiche Strategien für eine bessere Beziehungsgestaltung werden u. a. Psychoedukation mithilfe von Stressmodellen, tangentiale Gesprächsführung und Psychotherapie im Sinne einer Prozessbegleitung anstelle einer Krankenbehandlung besprochen.
Die Komplexe posttraumatische Belastungsstörung wird von Anne Boos dargestellt. Im ICD-11 wurde zusätzlich zur Diagnose der Posttraumatischen Belastungsstörung als weiteres Störungsbild die komplexe Posttraumatische Belastungsstörung aufgenommen. Es soll eine Differenzierung der beiden Störungsbilder dargestellt und bewährte Therapiekonzepte sowie aktuelle Fragestellungen erläutert werden.
Über Therapeutische Beziehungsgestaltung in Online-Therapien referiert Johanna Böttcher. Durch die Pandemie hat die digitale psychotherapeutische Versorgung eine große Bedeutung erlangt. In diesem Vortrag wird ein Überblick über verschiedene Formen digitaler Interventionen und deren besondere Anforderungen an die therapeutische Beziehungsgestaltung gegeben.
Petra Sackl-Pammer beleuchtet die Therapeutische Beziehungsgestaltung mit Kindern/Jugendlichen und deren Bezugspersonen. Der Therapeutische Prozess in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gestaltet sich oft als Dreiecksverhältnis zwischen Kind/Jugendlichen, Eltern und Psychotherapeut. Kinder/Jugendliche müssen unabhängig von ihrem Störungsbild, dem Leidensdruck und der Motivation in ihren emotionalen Grundbedürfnissen abgeholt werden, damit sie sich auf die therapeutische Beziehung einlassen können. Idealerweise müsse auch die Eltern/wichtige Bezugspersonen in den therapeutischen Prozess unterstützend mit eingebunden werden. Zusätzlich braucht es oft noch eine weitere therapeutische Säule, jene der Schule, des Kindergartens oder einer anderen Betreuungseinrichtung. Frau Sackl-Pammer berichtet über entscheidende Wirkfaktoren der therapeutischen Beziehungsgestaltung in diesem Spannungsfeld.
Über die Vorträge hinaus werden einige Aspekte der Therapeut-Patient-Beziehung in den Prä- und Postworkshops vertieft.
Eckhard Roediger beantwortet in seinem Workshop die Frage Auf welchen Prozessen basiert die schematherapeutische Beziehungsgestaltung? Um Techniken wie „Nachbeelterung“ oder erlebnisaktiviere Techniken optimal einsetzen zu können, benötigen Therapeuten ein Rational, was sie genau tun. Im Workshop werden Prozesse und Mikroprozesse definiert und Beziehungsgestaltung geübt.
Ulrike Willutzki hält einen Workshop über EPOS – Entwicklung positiver Zielvorstellungen. Häufig beginnen Patienten mit ungünstigen motivationalen Voraussetzungen im Sinne einer vermeidungsorientierten Haltung eine Therapie. Es wird das Interventionsmodul EPOS (Entwicklung positiver Zielvorstellungen) vorgestellt und in einzelnen Schritten erarbeitet.
Dirk Zimmer stellt in seinem Workshop Aufbau, Gestaltung und Beendigung einer guten Arbeitsbeziehung mit Patienten Möglichkeiten dar, wie Therapeuten ambivalente Motivation reflektieren und nutzen sowie Kooperation in der Therapie erleichtern können, und mit welchen Problemen in der Abschlussphase zu rechnen ist.
Im Workshop von Carina Aichinger zum Thema Therapeutische Beziehungsgestaltung in der Arbeit mit Kindern, Eltern und Familien soll auf die Besonderheit der Psychotherapie mit Kindern, Jugendlichen und Familien fokussiert werden. Einerseits wird die therapeutische Beziehungsgestaltung in verschiedenen Situationen beleuchtet, andererseits auf die Beziehungsgestaltung bei verschiedenen Störungsbildern näher eingegangen.
Anne Boos stellt in ihrem Workshop Die Behandlung der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung nach dem Ansatz von Professorin Marylene Cloitre vor. Das Skill-Training zur affektiven und interpersonellen Regulation mit narrativer Therapie (STAIR-NT) ist ein zweiphasiger Traumatherapieansatz. In der STAIR-Phase werden Emotionsregulations-und interpersonelle Skills gelernt und anschließend in der narrativen Therapiephase (NT-Phase) eine Traumaexposition mittels Narrativen durchgeführt, mit dem Ziel, dysfunktionale traumaassoziierte Annahmen zu erkennen und zu verändern.
Johanna Böttcher beantwortet in ihrem Workshop Hands-on: Digitale Interventionen und therapeutische Beziehung die Frage, wie Online-Elemente am besten genutzt werden können und wie es gelingen kann, online eine stabile therapeutische Arbeitsbeziehung aufzubauen. Es werden allgemeine Richtlinien zur Beziehungsgestaltung abgeleitet und in praktischen Übungen erprobt.
Die Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation (AVM) Österreich würde sich freuen, Sie bei unserer Tagung in Ansfelden bei Linz begrüßen zu dürfen.
Referent*innen:
Aichinger Carina, Mag.
Bach Michael, Prim. Prof. PD Dr.
Boos Anne, Dr. Dipl.-Psych.
Böttcher Johanna, Prof. Dr.
Dafert Burkhard, Mag.
Klinischer Psychologe, Gesundheits-Psychologe, Psychotherapeut (Verhaltenstherapie)
Roediger Eckhard, Dr.
Sackl-Pammer Petra, Mag.rer.nat. Dr.scient.med.
Klinische Psychologin, Gesundheits-Psychologin, Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
Willutzki Ulrike, Prof. Dr.
Zimmer Dirk, Prof. Dr.
Kosten:
190–235 Euro, je nach Zeitpunkt der Anmeldung bzw. ob AVM-Mitglied oder nicht.
Veranstalter:
AVM
Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation
Institut für Verhaltenstherapie Gemn. Ges.m.b.H

5020 Salzburg, Paris-Lodron-Straße 32Karte
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